Bezeugt Gaza — Vorschau

Bezeugt Gaza — Zürich

Zürich · 18.–25. November 2025

Bezeugt Gaza

Gemeinsam haben wir waehrend 140 Stunden die Namen von über 69'000 identifizierten palästinensischen und israelischen zivilen Todesopfern verlesen. Mit über 100 Vorleser:innen haben wir Tag und Nacht auf der Bürkli-Terrasse in Zürich ein Zeichen für Menschlichkeit gesetzt.

Tag fuer Tag sind wir ohnmächtige Zeug:innen eines Genozids. Bezeugt Gaza gedenkt der Getöteten und legt Zeugnis ab für das anhaltende Leid der Lebenden. Wir schaffen Raum für Ohnmacht, Mitgefühl und Menschlichkeit.

69'422 Namen verlesen
140 Stunden
100+ Vorleser:innen

Ein Akt des Bezeugens

Menschen sind keine Zahlen. Wir verlasen die Namen von über 69'000 identifizierten palästinensischen Toten, darunter zehntausende Kinder unter zwölf Jahren. Ebenso verlasen wir die Namen der zivilen israelischen Toten.

Dem Schweigen entgegenlesen

Ein Genozid wird nicht nur durch extreme Gewalt verübt. Auch das kollektive Schweigen ist eine Voraussetzung dafür. Wir lasen dagegen an.

Ein Ort für Anteilnahme

Im Zentrum dieser Initiative standen Menschen — nicht Staaten und ihre Symbole. Deshalb haben wir bewusst auf Nationalflaggen und politische Symbole verzichtet.

Statement

Warum wir das taten

Wir sind zutiefst erschüttert über die schweren Kriegsverbrechen in Gaza und das Schweigen der offiziellen Schweiz. Als Zivilgesellschaft tragen wir Verantwortung, Zeugnis abzulegen — auch wenn niemand zuhört, auch wenn es unbequem ist.

Bezeugt Gaza ist keine politische Bewegung. Es ist ein Akt der Menschlichkeit — die Weigerung, Namen zu Zahlen werden zu lassen. Und ein Zeichen: Wir sehen euch. Wir nennen euch beim Namen.

Wir arbeiteten mit der Gesellschaft Schweiz-Palästina und der Jüdischen Stimme für Demokratie und Gerechtigkeit in Israel/Palästina (JVJP) zusammen.

«Tag für Tag sind wir ohnmächtige Zeug:innen eines Genozids. Davon, wie die palästinensische Bevölkerung systematisch entrechtet, isoliert, entmenschlicht und getötet wird. Trotz der formalen Waffenruhe gehen Gewalt, Unrecht und Unterdrückung weiter.»
Bezeugt Gaza, Zürich 2025
Chronologie

Geschichte eines Konflikts

In Arbeit Diese Zeitlinie wird laufend ergänzt und aktualisiert.
Zur vollständigen Zeitlinie →
1948
An-Nakba — Die Katastrophe Rund 750'000 Palästinenser fliehen oder werden vertrieben.
7. Okt. 2023
Hamas-Terrorangriff auf Israel Rund 1200 Tote, 251 Entführte — Beginn des Gaza-Kriegs.
Juni 2026
UN-Bericht wirft Israel Völkermord vor Über 20'000 getötete Kinder — UN-Kommission belegt genozidale Absicht.
Mitmachen

Informiert bleiben

Wir planen weitere Aktionen. Hinterlasse deine E-Mail-Adresse — wir melden uns, wenn es soweit ist.

Kooperationen

Gemeinsam Zeugnis ablegen

Bezeugt Gaza ist als Format offen für Kooperationen — mit anderen Organisationen, anderen Städten, anderen künstlerischen oder zivilgesellschaftlichen Formen des Bezeugens.

Das Format wurde in den Niederlanden entwickelt und lässt sich übertragen. Wir teilen unsere Erfahrungen gerne.

Kontakt aufnehmen →
Ort

Ganymed Terrasse, Zürich

Bürklistrasse · 8002 Zürich

FAQ

Häufige Fragen

Wer seid ihr?

Diese Initiative ist aus menschlicher Betroffenheit entstanden. Wir sind zutiefst erschüttert über die schweren Kriegsverbrechen in Gaza und das Schweigen der offiziellen Schweiz. Wir vertraten keine Organisation, arbeiteten aber mit der Gesellschaft Schweiz-Palästina und der JVJP zusammen.

Wie konnte ich die Initiative unterstützen?

Herzstück war das Verlesen der Namen. Auch das Zuhören spielte eine wichtige Rolle. Wir freuten uns über alle, die zur Ganymed Terrasse kamen und gemeinsam innehielten. Zur Unterstützung der Vorleser:innen konnte man warme Getränke oder etwas zu essen mitbringen.

Wie kann ich spenden?

Diese Initiative wurde vollumfänglich durch Freiwillige getragen. Einen allfälligen Überschuss leiteten wir an Al-Haq Europe weiter. Für Spenden zu künftigen Aktionen: info@bezeugt-gaza.org

Wie gingt ihr bei der Lesung vor?

Die Namen wurden nach dem Zufallsprinzip verlesen — unabhängig von Nationalität, Religion, Alter, Geschlecht oder Chronologie. Es sind Menschen, die getötet wurden. Ihre Ermordung war willkürlich.

Woher stammen die Namen?

Die Namen der palästinensischen Todesopfer stammen aus der Datenbank von Airwars (Version vom 25. Juni 2025). Die Namen der zivilen israelischen Todesopfer stammen vom israelischen Aussenministerium.

Habt ihr die Namen richtig ausgesprochen?

Wahrscheinlich nicht. Wir gaben unser Bestes — und hofften, dass unsere Absichten Anklang fanden.

Datenschutz

Wir verwenden personenbezogene Daten gemäss dem Datenschutzgesetz und ausschliesslich für die Organisation dieser Initiative. E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben.

Disclaimer

Die Teilnahme an Bezeugt Gaza erfolgte auf eigene Gefahr. Wir hafteten nicht für Schäden, Verluste oder Diebstahl. Trotz Beratung mit Polizei und Stadtverwaltung Zürich konnte keine vollständige Sicherheit garantiert werden. Mit der Teilnahme erklärte man sich mit diesen Bedingungen einverstanden.